Menopause

Blasenentzündungen und Blasenschwäche vorbeugen

Schwangerschaft, die Wochen nach der Geburt, Wechseljahre und auch die Zeit danach sind durch die Hormonumstellung heiklere Perioden im Leben einer Frau. Aber solche Beschwerden können sogar auch in jedem Alter auftreten. Sprechen wir darüber ohne falsche Tabus!

Es brennt und juckt?

Starker und ständiger Harndrang, dazu Schmerzen oder Brennen... Jede 2. Frau leidet irgendwann einmal in ihrem Leben an diesen Beschwerden und weiss nur zu gut, was sie bedeuten: Das sind die typischen Symptome einer Blasenentzündung (Zystitis). Meistens sind Darmbakterien schuld an dieser Erkrankung. Die Bakterien sind in die Blase aufgestiegen und lösen dort eine Infektion aus, die sich in einer akuten Blasenentzündung manifestiert. Was kann man im Alltag tun, um dieses Problem zu vermeiden?

  • Tragen Sie Unterwäsche aus Baumwolle, damit kein „Treibhausklima“ entsteht, das diese Bakterien ganz besonders mögen, um sich zu vermehren. Auch zu enge Jeans und Hosen sind keine gute Idee.
  • Alkohol, Kaffee und kohlensäurehaltige Getränke machen den pH-Wert saurer und erhöhen das Entzündungsrisiko.
  • Bekämpfen Sie Verstopfung, die auch eine Quelle für Bakterienwachtum ist.
  • Kennen Sie Cranberries? Diese Beeren und ihr Saft enthalten Substanzen, die verhindern, dass sich Bakterien an den Blasenwänden festsetzen, so dass sich das Infektionsrisiko verringert. Soweit zur Vorbeugung. Ist die Blasenentzündung ersteinmal da, darf man sie nicht chronisch werden lassen: Je schneller Sie reagieren, desto kürzer die Behandlung.

Niesen oder Lachen, eine Tortur...

Blasenschwäche ist anderes typisch weibliches Tabuthema! Das Perineum oder Damm ist eine Gewebsbrücke zwischen After und den grossen Schamlippen. So lange dieser Bereich oder vielmehr die sogenannte Beckenbodenmuskulatur kräftig ist, ist alles in Ordnung.  Doch ist sie erschlafft, sind ungewollter Harnabgang bis hin zu Inkontinenz die unangenehmen Folgen. Die erste Massnahme ist, den Beckenboden zu trainieren, um die Muskulatur (wieder) zu stärken. Aber wie?

Spannen Sie die Beckenbodenmuskeln 10 Sekunden an, dann 10 Sekunden loslassen und 10-20 Mal wiederholen. Stellen Sie sich vor, Sie wollten einen Tampon hochziehen und wieder lösen.

Auch wenn das nicht reicht, so ist Inkontinenz kein Schicksal: Scheuen Sie sich nicht, darüber zu sprechen und suchen Sie Hilfe! Brennen, Juckreiz oder Blasenschwäche: Fragen Sie Ihre SUN STORE-Apothekerin. Sie wird Ihnen Lösungen für die Gesunderhaltung der Harnwege vorschlagen und natürliche Medikamente oder Homöopathie empfehlen. Falls nötig, wird sie Ihnen raten, Ihren Arzt oder Frauenarzt aufzusuchen.


7 Tipps von Ihrem SUN STORE-Apotheker

  1. Entbindung, Wechseljahre, aber auch intensiver Sport, chronischer Husten sowie Übergewicht können den Beckenboden schwächen und damit Inkontinenz Vorschub leisten.
  2. Es gibt Behandlungsmöglichkeiten bei ungewollten Harnabgang und Inkontinenz: Informieren Sie sich bei Ihrem Arzt!
  3. Um Blasenentzündungen vorzubeugen, sollten Sie mindestens 1,5 l Wasser pro Tag trinken. Das ist unverzichtbar, um die Keime nach und nach aus der Blase auszuschwemmen!
  4. Der Volksmund besagt, dass man sich nicht verkühlen, seine Füsse warmhalten und feuchte Kleidung wechseln soll (Badeanzug, Hosen usw.).
  5. Birke, Brennnessel und Schachtelhalm gehören zu den Pflanzen, die bei Blasenentzündung eingesetzt werden können, sei es als Tee oder in Kapseln.
  6. Neigen Sie zu wiederholten Blasenentzündungen, denken Sie an Cranberries, die es auch als Nahrungsergänzungsmittel gibt, um die Harnwege zu schützen.
  7. Selbstdiagnose bei den ersten Symptomen: Sie fürchten, eine Blasenentzündung zu haben? Mit dem Diagnosetest für zuhause haben Sie schnell die Antwort.