Cool durch den Sommer

Die warmen Tage werden alljährlich herbeigesehnt, doch wenn im Sommer brütende Hitze herrscht, kann die hohe Temperatur schnell belastend werden. Um angenehm durch die heissen Tage zu kommen, kann mit der passenden Bekleidung und dem richtigen Essen und Trinken für Kühlung gesorgt werden. Und auch Arbeits- und Wohnräume lassen sich ebenso einfach wie verlässlich kühl halten.

Hitze

Durch Schwitzen gleicht der Körper selbst die eigene Temperatur aus, hierbei kann er unterstützt werden. Auch geschwollene Füsse und Hitzeschlag lassen sich vermeiden, indem ein paar einfache Tipps beherzigt werden.

Doch egal, ob zur Vorsorge oder im Notfall: Komfortabel durch den Sommer kommen Sie mit den Produkten aus Ihrer Sun Store-Apotheke.

7 Tipps für heisse Tage

1. Hitze regulieren. Halten Sie Ihren Körper und Ihre Wohnung möglichst kühl, indem Sie Räume nachts durchlüften und direkte Sonneneinstrahlung vermeiden.

2. Flüssigkeit zuführen. Trinken Sie ausreichend – mindestens anderthalb Liter pro Tag. Dabei muss es nicht immer Wasser sein. Auch Säfte und Limonaden sind ideale Durstlöscher.

3. Mit Bedacht speisen. Meiden Sie deftige Speisen, setzen Sie an warmen Tagen stattdessen auf erfrischende und leichte Kost. Obst und Gemüse sind äusserst bekömmlich.

4. Salzverlust ausgleichen. Durch das Schwitzen bei grösserer Belastung geben Sie über die Haut Salz ab. Füllen Sie besonders nach sportlicher Betätigung Ihren Salzhaushalt wieder auf.

5. Niemanden zurücklassen. Egal, ob Kind oder Haustier – im abgestellten Auto darf sich bei heissem Wetter niemand aufhalten. Andernfalls droht ein Kreislaufkollaps.

6. Immer wieder kühlen. Verschaffen Sie sich Abkühlung, indem Sie sich kaltes Wasser über Handgelenke und Unterarme fliessen lassen. Auch Nackenwickel und Fussbäder wirken wahre Wunder.

7. Blut kreisen lassen. Legen Sie ruhig einmal die Füsse hoch, um die Blutzirkulation anzuregen und Anschwellungen in den Beinen zu vermeiden.

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So schützen Sie sich vor der Hitze

An den heissen Tagen ist es ratsam, eine direkte Sonneneinstrahlung zu vermeiden. Stattdessen empfiehlt es sich, bevorzugt kühle und schattige Orte aufzusuchen – besonders während der Mittagsstunden. Die körperliche Belastung in Beruf und Freizeit sollte nach Möglichkeit reduziert werden, anstrengende Arbeiten oder Aktivitäten können in die milderen Morgen- und Abendstunden verlagert werden. Um den Aufenthalt daheim oder im Büro möglichst angenehm zu gestalten, sollten die Räume nachts und auch morgens gelüftet, tagsüber aber abgedunkelt werden. Dadurch bleibt die grösste Hitze des Tages draussen.

Leichte, luftige Kleidung beugt Überhitzungen vor und macht auch heisse Tage erträglich. Schnelle Kühlung verschaffen Duschen und Bäder, aber Vorsicht mit zu niedrigen Temperaturen: Kaltes Wasser animiert den Körper, von innen heraus zu heizen, um die Kälte auszugleichen. Lauwarmes Wasser hingegen löst diesen Effekt nicht aus. Auch empfiehlt es sich nicht, überhitzt – etwa unmittelbar nach einer Fahrradtour – in kaltes Wasser zu springen. Durch den grossen Temperaturunterschied kann der Kreislauf kollabieren.

Wer sich an Sommertagen draussen aufhält, sollte Sonnencreme und eine geeignete Kopfbedeckung nicht vergessen, um sich ausreichend zu schützen. Und auch auf die Mitmenschen gilt es verstärkt zu achten: Im Notfall lässt sich der Kreislauf durch Flüssigkeitszufuhr und Hinlegen schnell wieder stabilisieren. Ist die Erschöpfung jedoch sehr gross, oder ist die betroffene Person gar ohnmächtig, muss sie in den Schatten gebracht und ihr in regelmässigen Abständen kleine Mengen Flüssigkeit zugeführt werden. Kühle Kompressen auf Stirn oder Nacken sind hilfreich, auch das Zufächeln von Luft schafft Erleichterung. In jedem Fall sollte die Ambulanz hinzugerufen werden, bis zu deren Eintreffen weiterhin Hilfe geleistet werden muss.

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Richtig trinken

Die empfohlene Tagesmenge an Flüssigkeit, die ein gesunder Erwachsener zu sich nehmen sollte, liegt bei anderthalb bis drei Litern. Doch welche Getränke sind im Sommer ratsam, welche sollten bei grosser Hitze besser reduziert oder gar gemieden werden?
Grundsätzlich gilt: Jedes Getränk sollte idealerweise bei Zimmertemperatur getrunken werden. Heissere Getränke belasten den ohnehin schon mit der Aussentemperatur hadernden Körper, zu kalte Getränke lassen den Körper mit einer wahren Hitzewallung reagieren. Zu grosse Temperaturunterschiede zwischen dem Verdauungstrakt und dem übrigen Körper führen zudem bei empfindlichen Menschen schnell zu einer Magen-Darm-Erkrankung.

Bei warmem und heissem Wetter empfehlen sich Wasser, ungesüsste Tees sowie verdünnte Obst- und Gemüsesäfte. Auch fettreduzierte Milch und Milchprodukte erfrischen den Körper. Ein echter Geheimtipp ist Pfefferminze: Das darin enthaltene Menthol kann den Körper darin unterstützen, seine Temperatur zu regulieren.

Koffeinhaltige Getränke wie Kaffee und Cola sollten jedoch nur in Massen getrunken werden, da sie den Kreislauf befeuern und so erst recht zum Schwitzen bringen. Auch alkoholische Getränke sind kontraproduktiv: Sie belasten den Kreislauf und führen zu einem vermehrten Verlust von Flüssigkeit und Mineralstoffen – im Sommer ein Supergau. Besonders ältere Menschen achten häufig nicht darauf, genügend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Das kann an warmen Tagen schnell zum Verhängnis werden. Damit sie das Trinken nicht aus den Augen verlieren, genügt es oft schon, die Getränke sichtbar zu platzieren. Ein Wasserkrug auf dem Küchentisch ruft beispielsweise immer wieder in Erinnerung, dass getrunken werden muss. Um die Versorgung älterer Menschen sicherzustellen, empfiehlt es sich, einen ausreichend grossen Vorrat an Getränken bereitzustellen und durch regelmässige Besuche die tatsächliche Flüssigkeitszufuhr abzusichern.

Tolle Rezepte für erfrischende Getränke

1: Mango, Kokosmilch und Jogurt mixen, bis alles cremig ist. kühlen und mit Eiswürfeln servieren.

2: ½ Wassermelone, 2 Orangen, Honig und Orangenblütenwasser. Wassermelone entkernen und pürieren, durch ein Sieb passieren. Orangenschale abreiben und Früchte auspressen, alles mit Melonensaft mischen, Orangenwasser und Honig dazugeben. Rühren, bis der Honig aufgelöst ist. Für ca. 2h in den Tiefkühler stellen, dann mit Gabel Gefrorenes rauskratzen, umrühren. Nach je einer Stunde noch 2–3x wiederholen.

Personen, bei denen eine Herz-Kreislauf-Erkrankung oder ein Nierenleiden vorliegt, benötigen eventuell eine grössere Trinkmenge. Hier ist es ratsam, Rücksprache mit dem behandelnden Arzt zu halten. Dies gilt auch für Personen, die harntreibende Medikamente (sogenannte Diuretika) einnehmen.

Leichtes Essen macht nicht träge

Durch eine bewusste Ernährung kann das Wärmeempfinden im Sommer beeinflusst werden. Tierische Fette zu verdauen, kostet viel Energie und strapaziert den Körper, der an heissen Tagen bereits durch die heisse Umgebung ordentlich gefordert wird. Passender sind fettarme, pflanzliche und vor allem sehr wasserhaltige Speisen wie Obst und Gemüse. Vor allem Ananas und Wassermelonen, Tomaten und Gurken sind besonders leicht verdaulich und können auf vielfache Art und Weise zubereitet werden. Ein wahres Wundermittel ist Pfefferminze, das in der Pflanze enthaltene Menthol aktiviert die körpereigenen Kälterezeptoren und unterstützt so den Temperaturausgleich. Und auch Chili hat es in sich: Es regt den Stoffwechsel an und fördert die Durchblutung sowie Speichel- und Schweissbildung. Im Körper werden so alle Kräfte geweckt, die zu einer inneren Kühlung beitragen.

Richtig gekleidet auch bei grosser Hitze

Sunbath

Warme Temperaturen verführen dazu, weniger Kleidung zu tragen. Doch egal, ob an Arm, Bein oder im Nacken: Wo immer die Haut nicht bedeckt wird, ist sie der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt und benötigt besonderen Schutz, etwa durch Beschattung oder Sonnencreme. Im Sommer sind enganliegende Textilien aus Kunstfasern fehl am Platz, denn hier staut sich schnell die Hitze: Der Kreislauf kann kollabieren. Geeigneter ist weiter geschnittene, luftige Kleidung aus Naturfasern wie Baumwolle, Leinen und Seide. Diese sind luftdurchlässig und geben dem Körper Raum zum Atmen. So erzielen sie einen hohen Kühleffekt.

Geschwollene Füsse? Muss nicht sein

An den wärmeren Tagen schwellen die Füsse gern einmal an. Grund ist eine mangelhafte Zirkulation des Blutkreislaufs. Dieses Phänomen ist nicht nur recht hinderlich – etwa wenn es darum geht, im immer enger werdenden Schuhwerk zurechtzukommen – sondern auch äusserst schmerzhaft. Schwellen die Füsse an, sollten sie immer wieder hochgelegt werden. Dadurch lösen sich Verspannungen und der Schmerz lässt nach. Ein kaltes Fussbad, versetzt mit ein paar Tropfen ätherischen Öls, lindert die Schmerzen. Im Büro erzielt ein auf die Beine gerichteter Ventilator eine ähnliche Wirkung. Überhaupt der Arbeitsplatz: Wer tagsüber viel steht oder sitzt, sollte sich immer wieder einmal die Beine vertreten – beispielsweise durch einen kleinen Botengang über den Flur oder durch das Treppenhaus, um die Durchblutung der Beine anzukurbeln. Dadurch kann geschwollenen Füssen effektiv vorgebeugt werden.

Im kühlen Raum

Mit ein paar wenigen Handgriffen können Arbeits- und Wohnräume auch an heissen Sommertagen angenehm kühl gehalten werden. Grundsätzlich sollten sämtliche Zimmer nur nachts gelüftet, tagsüber aber durch Fensterläden, Rollos, Vorhänge oder auch reflektierende Erste-Hilfe-Decken und Alufolie abgedunkelt werden. Ein bewährter Trick: Wer abends den Ventilator zum offenen Fenster ausrichtet, leitet die warme Luft schneller aus dem Raum. Dadurch kühlt sich das Innere von Haus oder Wohnung schneller ab. In den Räumen selbst sorgen Klimaanlagen oder nasse Tücher, die der Luft beim Trocknen Wärme entziehen, für milde Temperaturen. Ventilatoren kühlen zwar nicht, beleben jedoch die Luft. Ungenutzte elektrische Geräte gehören abgeschaltet: Auch im Standby-Modus verbrauchen sie Energie und heizen so ihr Umfeld unbemerkt auf. Doch die Kühlung von Büro und Heim sollte umsichtig angegangen werden: Zu starke Temperaturunterschiede zwischen den kühlen und heissen Räumen erhöhen das Erkältungsrisiko. Ventilatoren sollten keinesfalls direkt auf den Körper gerichtet sein, da sie Zugluft erzeugen, die zu Muskelverspannungen führen und die Schleimhäute austrocknen lassen kann. Und Klimaanlagen gehören regelmässig gewartet. Andernfalls verkommen sie schnell zu wahren Keimschleudern.

Schwitzen? Unbedingt!

Sicherlich gibt es im Alltag zahlreiche Situationen, in denen ein merkliches Schwitzen alles andere als angenehm ist. Trotzdem kommt es gerade im Sommer auf ein ordentliches Schwitzen an, denn die Abgabe von Wasser und Salzen über die Haut dient der Wärmeregulierung des Körpers: Indem der Schweiss auf der Haut verdunstet, wird deren Oberfläche angenehm gekühlt. Dieser Effekt ist nicht zu unterschätzen: Erwachsene geben täglich bis zu fünf Liter Schweiss ab, jeder einzelne Liter bindet eine Verdunstungswärme von 2‘400 Kilojoule. Wer allerdings viel schwitzt, muss den Verlust an Flüssigkeit und Elektrolyten ausgleichen, um keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen wie etwa einen Hitzekollaps zu riskieren. Es lässt sich jedoch nicht in jedem Umfeld gleich gut schwitzen: Bei hoher Luftfeuchtigkeit verdampft der Schweiss weniger gut. Die Folge: Der Körper kühlt über die Hautoberfläche nicht ausreichend ab, die Körperkerntemperatur steigt und zum Teil lebensgefährliche Folgeerscheinungen können sich einstellen. In diesen Fällen sollte der Körper mit kalten Wadenwickeln oder Fussbädern gekühlt werden, Wasser ist nur in kleinen Mengen zuzuführen, um den Körper nicht zu überlasten.

Symptome für Hitzestress und Hitzestau

  • hohe Körpertemperatur
  • erhöhter Puls
  • Schwäche und Müdigkeit
  • Kopfschmerzen
  • Muskelkrämpfe
  • trockener Mund
  • Verwirrtheit, Schwindel und Bewusstseinsstörung
  • Übelkeit, Erbrechen, Durchfall
  • Aggressivität

Besondere Vorsicht gilt bei Kindern. Die heranwachsenden Körper können frühestens ab dem 12. Lebensjahr durch Schwitzen ihre Temperatur ebenso regulieren wie Erwachsene. Jüngere Kinder erhitzen sich deutlich schneller. Entsprechend umsichtig muss hier vorgesorgt werden.

Achtung Hitzschlag!

Wer sich an heissen Tagen grosser körperlicher Anstrengung aussetzt, riskiert schnell einen Hitzschlag. Dieser ist keinesfalls leichtfertig in Kauf zu nehmen, denn im schlimmsten Fall kann er sogar zum Hitzetod führen. Besonders Personen, die ein hohes Mass an körperlicher Belastung etwa beim Sport nicht gewohnt sind, muten ihrem Körper an heissen Tagen viel zu: Durch Schwitzen kann die notwendige Kühlung nicht mehr erreicht werden, die Körperkerntemperatur steigt. Dadurch weiten sich die Blutgefässe, sodass der Blutdruck sinkt. Das Herz versucht, dieses mit einer erhöhten Aktivität auszugleichen – und verursacht einen Kollaps. Kreislaufstörungen, sinkender Blutdruck, Verwirrtheit sowie Schwindel bis hin zu Bewusstseinsstörung und Ohnmacht sind die Anzeichen eines Hitzschlags. Die Ambulanz muss in diesen Fällen umgehend herbeigerufen werden. Der betroffenen Person ist dringend Kühlung zu verschaffen. Dabei können die Beine hochgelagert, enge Kleidung geöffnet und Luft zugefächelt werden. Kühle Wickel im Nacken oder am Kopf senken die Körpertemperatur, auch die Zufuhr von Flüssigkeit unterstützt die Genesung. Geeignet sind in dieser Situation zahlreiche Getränke, neben kühlem oder lauwarmem Wasser etwa Tee, verdünnter Fruchtsaft oder eine leicht gesalzene Bouillon. Ist die überhitzte Person nicht bei Bewusstsein, sollte sie umgehend in die stabile Seitenlage gebracht und auf keinen Fall allein gelassen werden. Kühle Wickel wirken positiv auf die Körpertemperatur ein, doch sollten Eisbeutel nie direkt auf dem Kopf platziert werden. Auf diese Weise kann die Notlage schnell überwunden werden.