Apotheke finden
Dienstleistungen
Bestellungen mit RezeptJobs und Karriere
Deutsch

    Warenkorb
    Gesundheit & Medikamente
    Kosmetik & Körperpflege
    Ernährung
    Baby & Kind
    Hygiene & Häusliche Pflege
    Haus & Garten
    Sunclub
    Aktionen
    Mehr Bereiche

    Sunclub


    Welche Verhütungsmethode ist für mich die Richtige?

    Von hormonell bis natürlich - Verhütungsmethoden gibt es viele. Aber welche ist für mich die Richtige? Lieber mit oder doch besser ohne Hormone? Und wie sicher sind die unterschiedlichen Verhütungsmethoden? Es ist gar nicht so leicht, für sich die passende Lösung zu finden.

    verhuetungsmethoden-pille-kondom-spirale-vergleich-sun-store-apotheke

    Die Auswahl ist gross

    Ein Überblick kann hilfreich sein, sich zu dieser Thematik in Ruhe ein paar Gedanken zu machen und zu überlegen, was zu einem passt – sei es zum persönlichen Lebensrhythmus oder der Lebenseinstellung. Nehmen Sie sich ein paar Minuten Zeit und lernen Sie unter Umständen noch die eine oder andere Verhütungsmethode kennen, die Sie bisher noch nicht kannten.

    Grundsätzlich können die verschiedenen Verhütungsmethoden in drei Kategorien eingeteilt werden:

    • Natürliche Verhütungsmethoden (z. B. Messen der Körpertemperatur)
    • Hormonfreie Verhütungsmethoden (z. B. Kondome)
    • Hormonelle Verhütungsmethoden (z. B. Pille)

    Natürliche Verhütungsmethoden

    Messung der Basaltemperatur

    Die Basaltemperatur ist die Körperkerntemperatur, die der Körper direkt nach dem Schlafen aufweist und die noch vor dem Aufstehen gemessen wird. Daher wird sie auch als «Aufwachtemperatur» bezeichnet, denn sie bildet die niedrigste Körpertemperatur der Frau während des Schlafes ab. Die Körpertemperatur der Frau schwankt während eines Monatszyklus’ leicht. Daher können daraus die fruchtbaren Tage abgelesen werden: Die Basaltemperatur ist in der ersten Zyklushälfte niedriger als in der zweiten. Kurz vor dem Eisprung sinkt die Basaltemperatur etwas ab. Nach dem Eisprung steigt sie ein wenig an, da zu diesem Zeitpunkt im Körper das Hormon Progesteron vermehrt produziert wird.

    Es muss darauf geachtet werden, dass die Basaltemperatur immer mit dem gleichen Thermometer und immer mit der gleichen Methode gemessen wird (oral, vaginal oder rektal). Schreiben Sie die Messergebnisse auf, so lernen Sie Ihren persönlichen Zyklus besser kennen. Man sollte sich bewusst sein, dass diese Methode etwas Geduld und vor allem grosse Sorgfalt und Disziplin verlangt. Doch man kann sie nicht nur zur Verhütung, sondern insbesondere bei Kinderwunsch auch zur Familienplanung nutzen.

    Vorteile: Dies ist eine absolut natürliche Verhütungsmethode ohne Eingriff in den Hormonhaushalt.

    Nachteile: Disziplin und Geduld sind gefragt, um den eigenen Zyklus im Detail kennen zu lernen. Diese Methode ist als Verhütungsmethode nicht sehr sicher, insbesondere für Frauen in der Perimenopause.

    Mehr erfahren über die Wechseljahre

    Überprüfung des Zervixschleims

    Der Zervixschleim, der vom Muttermund abgesondert wird, wird mit der sogenannten Billings-Methode täglich beurteilt. Denn direkt vor dem Eisprung verändert sich der Schleim, er wird dünnflüssiger und klarer. Dies weist auf die fruchtbarsten Tage hin. Nach dem Eisprung wird der Schleim wieder dickflüssiger und undurchsichtig.

    Bei dieser Methode gilt es zu beachten, dass sie als alleinige Verhütungsmethode als unsicher eingestuft und nur im Zusammenhang mit anderen Verhütungsmethoden empfohlen wird. Grund dafür ist, dass durch Medikamente, Geschlechtsverkehr oder Infektionen und Entzündungen im Scheidenbereich, die zu vermehrtem Ausfluss führen können, sich auch der Schleim verändern kann, und somit keine klare Aussage mehr möglich ist.

    Vorteile: Die Billiings-Methode ist ebenfalls eine natürliche Verhütungsmethode ohne Eingriff in den Hormonhaushalt.

    Nachteile: Gilt als sehr unsicher und wird nur im Zusammenhang mit der Messung der Basaltemperatur oder einer anderen zusätzlichen Verhütungsmethode empfohlen.

    Hormonfreie Verhütungsmethoden

    Verhütungsmittel für den Mann

    Fangen wir mit den Verhütungsmitteln an, die dem Mann zur Verfügung stehen, denn diese Liste umfasst lediglich zwei Möglichkeiten: Fangen wir mit den Verhütungsmitteln an, die dem Mann zur Verfügung stehen, denn diese Liste umfasst lediglich zwei Möglichkeiten:

    Das Kondom

    Das wohl einfachste Verhütungsmittel ist die dehnbare Hülle aus Latex oder aus synthetischem Material. Zudem schützt das Kondom vor der Übertragung von Krankheiten durch Geschlechtsverkehr wie HIV und anderen Infektionskrankheiten. Die korrekte Anwendung ist wichtig, wenn es über den Penis gestreift wird, denn nur so können die Spermien wirksam daran gehindert werden, in die Scheide einzudringen.

    Wenn zusätzlich Gleitmittel zum Einsatz kommen, sollte man nur Produkte auf Wasser- oder Silikonbasis verwenden, denn Fett, welches beispielsweise in Vaseline oder anderen Produkten vorkommt, kann ein Kondom beschädigen. Grössere Vorsicht ist auch dann geboten, wenn sich einer der beiden Partner mit Cremes oder Zäpfchen gegen Pilzinfektionen oder andere vaginale oder anale Krankheiten in Behandlung befindet. Am besten fragen Sie stets Ihren Arzt, ob die Verwendung von Kondomen während der Behandlung noch als sicheres Verhütungsmittel gilt. Im Zweifelsfall sollten Sie während der Behandlungsdauer besser auf Geschlechtsverkehr verzichten.

    Achten Sie darauf, dass Kondome stets lichtgeschützt aufbewahrt und vor spitzen Gegenständen geschützt werden. Achten Sie auf das Verfalldatum. Liegt bei einem der Partner eine Latex-Unverträglichkeit vor, sollte man ausschliesslich Kondome aus synthetischem Material verwenden. Lassen Sie sich bei Fragen in der Apotheke beraten.

    Vorteile: Das Kondom ist bei richtiger Anwendung eine effektive und einfache Verhütungsmethode. Es schützt nicht nur vor einer Schwangerschaft, sondern auch vor der Ansteckung durch sexuell übertragbare Krankheiten und Infektionen.

    Nachteile: Bei falscher oder unsachgemässer Anwendung ist der Schutz deutlich vermindert.

    Die Vasektomie

    Eine Vasektomie ist eine dauerhafte Verhütungsmethode, denn dabei werden die beiden Samenleiter des Mannes durchtrennt. Damit können keine Spermien mehr in die Samenflüssigkeit gelangen. Eine Vasektomie wird in der Regel in einer urologischen Praxis unter örtlicher Betäubung durchgeführt und dauert 20 – 30 Minuten. Wichtig zu wissen: Auf die Erektion und den Orgasmus des Mannes hat die Vasektomie keinen Einfluss.

    In etwa einem von 2'000 Fällen kann es vorkommen, dass die Samenleiter nach der Durchtrennung unbemerkt wieder zusammenwachsen. Es ist möglich, die Operation zu wiederholen.

    Da es schwierig ist, den Eingriff wieder rückgängig zu machen, ist es enorm wichtig, die Entscheidung für eine Vasektomie ganz bewusst zu treffen.

    Vorteile: Eine Vasektomie ist ein kleiner operativer Eingriff beim Mann und gehört heute zu den Routineeingriffen mit geringem Risiko. Sie ist mit eine der sichersten Verhütungsmethoden.

    Nachteile: Die Vasektomie ist ein Eingriff mit dem Ergebnis, keine Kinder mehr zeugen zu können. Sie ist nur sehr schwer wieder rückgängig zu machen.

    Verhütungsmittel für die Frau

    Das Diaphragma

    Ein Diaphragma besteht aus Latex oder Silikon und sieht aus wie eine Gummikappe in einem Drahtring. Dieses Verhütungsmittel wird vom Frauenarzt individuell angepasst. Es wird vor dem Geschlechtsverkehr immer in Verbindung mit einer spermaabtötenden Creme in die Vagina eingeführt, sodass es den Muttermund komplett bedeckt. Auf diese Weise werden die Spermien daran gehindert, in die Gebärmutter einzudringen. Das Diaphragma sollte erst acht bis 24 Stunden nach dem Geschlechtsverkehr wieder entfernt werden.

    Vorteile: Ein Diaphragma ist kein Eingriff in den Hormonhaushalt. Es hält bei guter Reinigung und Pflege bis zu zwei Jahre.

    Nachteile: Es braucht etwas Übung, um ein Diaphragma korrekt einzusetzen. Und es muss immer in Kombination mit einer samenabtötenden Creme benutzt werden.

    Das Frauenkondom

    Das Frauenkondom ist relativ neu und funktioniert sehr ähnlich wie das herkömmliche Kondom für Männer. Dieses wird jedoch vor dem Geschlechtsverkehr in die Vagina eingeführt, wobei das offene mit einem Ring versehene Ende ausserhalb der Vagina verbleibt. Es sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass das Kondom beim Einführen nicht durch Fingernägel verletzt wird und der Penis beim Geschlechtsverkehr im Frauenkondom platziert wird. Genau wie die herkömmlichen Kondome für Männer ist auch dies ein Einmalartikel.

    Gut zu wissen: Doppelt hält nicht immer besser. Niemals ein Frauenkondom und ein herkömmliches Kondom für Männer gleichzeitig verwenden, da sonst die Gefahr besteht, dass beide Kondome reissen.

    Vorteile: Ein Frauenkondom greift nicht in den Hormonhaushalt der Frau ein und es kann bereits einige Stunden vor dem Geschlechtsverkehr eingeführt werden. Und auch hier gilt, wie beim herkömmlichen Kondom, der zusätzliche Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten und Infektionen.

    Nachteile: Das Einführen des Kondoms braucht etwas Übung und das Gefühl beim Geschlechtsverkehr kann eingeschränkt werden. Vorsicht bei einer Latexallergie!

    Die Kupferspirale

    Die Kupferspirale wird genau wie die Kupferkette oder der Kupferball vom Arzt direkt in die Gebärmutter eingesetzt. Dort gibt die Spirale kontinuierlich Kupfer-Ionen ab, welche zum einen die Spermien schädigen und zum anderen die Schleimhaut im Inneren der Gebärmutter verändern. So kann sich kein befruchtetes Ei darin einnisten.

    Eine Kupferspirale kann bis zu fünf Jahre, die Kupferkette sogar bis zu zehn Jahre in der Gebärmutter verbleiben, sie sollte jedoch regelmässig durch den Gynäkologen kontrolliert werden.

    Vorteile: Die Kupferspirale ist ein sehr sicheres Verhütungsmittel. Die Kosten sind gering und sie muss nur alle fünf bis zehn Jahre gewechselt werden.

    Nachteile: Eine Kupferspirale kann unter Umständen die Monatsblutung verstärken und auch zu Zwischenblutungen führen. Frauen mit Blutgerinnungsstörungen oder starken Regelschmerzen wird von einer Kupferspirale abgeraten.

    Sterilisation der Frau

    Wenn eine Frau keine Kinder (mehr) bekommen möchte, ist eine Sterilisation eine gute, jedoch auch eine definitive Lösung. Bei einer Sterilisation werden in einem ambulanten, Eingriff unter Vollnarkose beide Eileiter durchtrennt oder mittels Hitze verschweisst. Der Eingriff dauert ungefähr 30 Minuten, und die Patientin kann in der Regel noch am gleichen Tag wieder nach Hause.

    Die Sterilisation ist eine dauerhafte Verhütungsmethode. Sie ist nur sehr schwer wieder rückgängig zu machen. Aus diesem Grund ist vor dem Eingriff ein ausführliches Beratungsgespräch mit dem Arzt zwingend notwendig, damit sichergestellt werden kann, dass sich die Patientin ausreichend Gedanken über diesen Schritt und die damit zusammenhängenden Konsequenzen gemacht hat. Die Kosten für eine Sterilisation müssen normalerweise von den Patienten selbst übernommen werden.

    Vorteile: Die Sterilisation ist eine definitive Verhütungsmethode, wenn kein Kinderwunsch (mehr) besteht.

    Nachteile: Es ist ein ambulanter, chirurgischer Eingriff unter Vollnarkose. Jeder Eingriff bringt gewisse Risiken mit sich, über die man vom Arzt im Vorfeld informiert wird.

    Hormonelle Verhütungsmethoden

    Pille für den Mann

    Die Pille für den Mann befindet sich schon sehr lange in der Erforschung – aber es gibt bis heute keine Pille, die es bis zur Marktreife geschafft hätte. Der Grund ist, dass es wesentlich schwieriger ist, in die Fruchtbarkeit eines Mannes einzugreifen, wenn diese nur vorübergehend und nicht dauerhaft sein soll. Denn während bei der Frau nur eine einzige Eizelle pro Monat heranreift, werden beim Mann täglich Millionen von Spermien produziert.

    Pille für die Frau

    Heute steht Frauen eine grosse Anzahl an Hormonpräparaten in Form einer Kombi-Pille (enthält die Hormone Östrogen und Gestagen und verhindert damit den Eisprung) sowie der Minipille (enthält nur das Hormon Östrogen und verhindert den Eisprung nicht) zur Verfügung. Die Pille gilt als äusserst zuverlässiges Verhütungsmittel und wird auch als wirksame Therapie bei starken Menstruationsschmerzen oder Endometriose eingesetzt.

    Ob und welche Pille für eine Patientin geeignet ist, sollte unbedingt mit dem Gynäkologen abgeklärt werden, denn hier handelt es sich um einen deutlichen Eingriff in den Hormonhaushalt einer Frau. Bei einer Kombi-Pille können ernstzunehmende Nebenwirkungen wie Thrombosen auftreten, die möglicherweise aufgrund von bestehenden Vorerkrankungen berücksichtigt werden müssen.

    In einem persönlichen Gespräch mit dem Arzt muss das Für und Wider sorgfältig und individuell abgewogen werden.

    Obwohl die Pille als sicheres Verhütungsmittel gilt, sollte man sich bewusst sein, dass die Wirkung der Pille beeinträchtigt werden kann, wenn man vorübergehend andere Medikamente einnehmen muss, beispielsweise Antibiotika. Magen-Darm-Erkrankungen mit Durchfall und Erbrechen können die Wirksamkeit der Pille ebenfalls senken. In diesen Fällen sollte unbedingt zusätzlich mit einem Kondom verhütet werden.

    Vorteile: Die Pille gilt als sehr sicheres Verhütungsmittel. Die Periodenblutung ist zudem gut berechenbar und in den meisten Fällen viel weniger schmerzhaft. Gewisse Präparate haben auch positive Auswirkungen auf Haut und Haare.

    Nachteile: Es ist ein deutlicher Eingriff in den Hormonhaushalt, welcher, je nach Pille, auch Risiken wie Thrombosen, Herzinfarkt, Schlaganfall etc. mit sich bringt. Um diese Risiken zu minimieren, ist ein persönliches Beratungsgespräch mit dem Gynäkologen unbedingt erforderlich. Oft wird auch von Nebenwirkungen wie Übelkeit, Kopfschmerzen oder Stimmungsschwankungen berichtet. Eine Minipille bringt in der Regel weniger Nebenwirkungen mit sich als die Kombi-Pille. Und auch hier gibt es in der Forschung stetige Verbesserungen.

    Vorsicht beim Reisen: Bei Zeitverschiebungen durch Reisen sollte der Zeitpunkt der Einnahme schleichend angepasst werden, damit die Wirksamkeit der Pille aufrechterhalten wird.

    Endometriose: Symptome, Diagnose und Behandlung

    Hormonspirale

    Eine Hormonspirale wird vom Gynäkologen in die Gebärmutter eingesetzt und bleibt dort während drei bis acht Jahren. Es findet eine kontinuierliche Abgabe von Hormonen statt und die Spirale wirkt dadurch wie eine Minipille.

    Vorteile: Nach Einsetzen der Hormonspirale ist die Monatsblutung bei vielen Frauen deutlich schwächer und mit weniger Schmerzen verbunden. Daher wird sie von Gynäkologen besonders Frauen empfohlen, die unter einer starken Monatsblutung oder stärkeren Menstruationsbeschwerden leiden. Die Risiken für Thrombosen, Herzinfarkt und Schlaganfälle sind im Gegensatz zur Kombi-Pille nicht erhöht.

    Nachteile: Die Monatsblutung kann unregelmässig werden oder ganz ausbleiben. Bei vorhandenen Fehlbildungen der Gebärmutter oder bei Erkrankungen wie beispielsweise Myomen ist der Einsatz einer Spirale oft unmöglich.

    Verhütungsring

    Der Verhütungsring ist ein biegsamer Ring aus Kunststoff, der kontinuierlich Hormone an den Körper abgibt. Der Ring wird in die Vagina eingeführt und bleibt drei Wochen lang dort. Dann wird er entfernt, und nach sieben Tagen wird ein neuer Ring eingeführt. Der einzige Unterschied zur Pille ist der, dass man nicht jeden Tag an die Einnahme denken muss und die Hormone über die Vagina aufgenommen werden statt oral.

    Vorteile: Bei fachgerechtem Einsetzen bietet der Verhütungsring einen guten Verhütungsschutz. Man setzt ihn nur einmal im Monat ein, danach hat man drei Wochen Ruhe.

    Nachteile: Durch Anwendungsfehler wie zum Beispiel ein zu spätes Einsetzen des Ringes kann sich das Schwangerschaftsrisiko deutlich erhöhen. Und wie bei der Kombi-Pille können die gleichen leichten wie schweren Nebenwirkungen auftreten (Übelkeit, Kopfschmerzen, Stimmungsschwankungen, Thrombosen, Herzinfarkt, Schlaganfall etc.).

    Hormonstäbchen

    Das etwa vier Zentimeter lange Hormonstäbchen ist aus weichem Kunststoff gefertigt und wird vom Arzt direkt unter die Haut des Oberarms implantiert. Dort wird in der Folge das Hormon Gestagen freigesetzt und man erreicht die gleiche Wirkung wie mit einer Minipille.

    Vorteil: Das Hormonstäbchen bietet über einen Zeitraum von drei Jahren Schutz vor einer Schwangerschaft und kann danach bei Bedarf einfach durch den Arzt ersetzt werden. Sofern es zwischen dem ersten und fünften Zyklustag eingesetzt wird, bietet es sofort den vollen Schutz. Ansonsten empfiehlt es sich, noch während sieben Tagen zusätzlich zu verhüten.

    Nachteil: Wie die Minipille ist es ebenfalls ein Eingriff in den Hormonhaushalt der Frau, und es kann gewisse Nebenwirkungen mit sich bringen. Es ist ein kleiner Eingriff durch den Arzt nötig, um das Stäbchen zu implantieren, und die Lage des Stäbchens sollte regelmässig kontrolliert werden.

    Hormonpflaster

    Ein Hormonpflaster wird direkt auf die Haut geklebt, wo es permanent die Hormone Östrogen und Gestagen an den Körper abgibt. Es wirkt wie eine Kombi-Pille und muss nach sieben Tagen durch ein neues Pflaster ersetzt werden. Der grosse Vorteil dieser Methode ist, dass sie nicht durch Durchfall oder Erbrechen beeinträchtigt werden kann, da die Hormone über die Haut aufgenommen werden. Das bedeutet, dass es insbesondere für Frauen mit chronischen Darmerkrankungen oder Essstörungen als Verhütungsmittel sehr geeignet ist.

    Die Nebenwirkungen des Pflasters sind identisch mit denjenigen der Kombi-Pille.

    Vorteile: Man wechselt es nur alle sieben Tage, hat aber die gleiche Sicherheit wie bei der Kombi-Pille. Es ist für Patientinnen mit Darmerkrankungen sehr geeignet.

    Nachteile: Vereinzelt kann es zu Hautreizungen kommen. Auf stark fettender Haut hält das Pflaster nicht gut und verliert damit auch an Wirkung und Sicherheit als Verhütungsmittel. Ausserdem ist es sichtbar.

    Drei-Monats-Spritze

    Die Drei-Monats-Spritze ist eine Depot-Spritze mit hochdosiertem Gestagen. Dieses wird, je nach Produkt, in einen Muskel oder direkt unter die Haut gespritzt. In den kommenden drei Monaten wird das Hormon gleichmässig in die Blutbahn abgegeben.

    Die Spritze wird nur in Fällen empfohlen, bei denen keine andere Verhütungsmethode in Frage kommt, denn man hat festgestellt, dass nach mehr als zwei Jahren Anwendung die Knochendichte deutlich abnehmen kann.

    Vorteile: Die Spritze schützt während drei Monaten sicher vor einer Schwangerschaft.

    Nachteile: Sie muss vom Arzt verabreicht und spätestens nach 14 Wochen erneuert werden, um den durchgehenden Schutz zu gewährleisten. Sie wird nur in Ausnahmefällen und für maximal zwei Jahre empfohlen, da bei längerer Anwendung ein negativer Einfluss auf die Knochendichte festgestellt wurde.

    Notfall-Verhütung

    Wenn beim Geschlechtsverkehr mal etwas schief geht und zum Beispiel ein Kondom reisst oder man die Pille vergessen hat, ist es notwendig, innerhalb von 72 Stunden (drei Tage) nach dem Ereignis zu handeln und sich von einem Arzt oder in der Apotheke beraten zu lassen.

    Die «Pille danach»

    Die «Pille danach» erhalten Sie bei Ihrem Arzt oder in Ihrer Apotheke. Eine persönliche Beratung und Aufklärung über die Wirkung des Medikamentes ist immer notwendig. Die Pille danach verhindert oder verzögert den Eisprung. Das heisst, die Menstruation wird zeitlich nach vorne oder nach hinten verschoben. Wichtig ist, dass man auch nach der Einnahme sicher zusätzlich verhütet. Wenn man im gleichen Menstruationszyklus eine zweite «Pille danach» braucht, muss man unbedingt das gleiche Medikament bzw. den gleichen Wirkstoff einnehmen.

    Die «Spirale danach»

    Bei einer Panne beim Geschlechtsverkehr gilt die Kupferspirale als die sicherste Notfallverhütung, denn sie wirkt auch direkt nach dem Eisprung. Die Spirale muss durch einen Arzt innerhalb von 120 Stunden in die Gebärmutter eingesetzt werden. Wie diese Kupferspirale wirkt, können Sie weiter oben in diesem Text nachlesen.

    Wer die Wahl hat…

    Welches ist die sicherste Verhütungsmethode?

    Zur Beurteilung der verschiedenen Verhütungsmethoden in Bezug auf ihre Zuverlässigkeit und Sicherheit verwendet man den sogenannten Pearl-Index. Das bedeutet, je kleiner der Wert ist, desto sicherer ist die Methode. Vorausgesetzt wird stets die korrekte Handhabung der Verhütungsmethode.

    Hier ein Beispiel:

    Ein Wert von 2 bedeutet, dass von 100 Frauen 2 trotzdem schwanger werden. Ein Wert von 0,2 bedeutet, dass von 1000 Frauen 2 trotzdem schwanger werden.

    Kurzübersicht:

    • Kupferspirale, Hormonspirale, Hormonstäbchen: ca. 0.2
    • Minipille: ca. 0.5
    • Kombi-Pille und andere hormonelle Kombinationspräparate: ca. 0.5 bis 0.9
    • Messung Basaltemperatur: 0.3 bis 3
    • Kondom und Diaphragma: ca. 3 bis 15

    Inhalte
    • Natürliche Verhütungsmethoden
    • Hormonfreie Verhütungsmethoden
    • Verhütungsmittel für den Mann
    • Verhütungsmittel für die Frau
    • Hormonelle Verhütungsmethoden
    • Contraception d'urgence
    • Welches ist die sicherste Verhütungsmethode?

    Unser Sortiment

    Gesundheit & MedikamenteKosmetik & KörperpflegeErnährungBaby & KindHygiene & Häusliche PflegeHaus & Garten

    Sun Store

    Hilfe und KontaktSunclubNewsletterÜber unsImpressumDatenschutzAGBBedingungen Sunclub

    Bezahloptionen

    Sie können auch bequem per Rechnung bezahlen.


    sunstore

    Sun Store Apotheken

    Galenicare Management AG

    Untermattweg 8, CH-3027 Bern