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    Blasenentzündung – was tun?

    Wer schon einmal eine Blasenentzündung hatte, erkennt die Symtome sofort wieder: Harndrang sowie Schmerzen oder ein Brennen beim Wasserlassen. Eine Blasenentzündung wird meist durch Bakterien ausgelöst und ist die häufigste Harnwegsinfektion. Die Gynäkologin Mariyana Despodova, Oberärztin in der Frauenpraxis KSA am Bahnhof Aarau, klärt über die Ursachen einer Blasenentzündung auf, und was man erfolgreich dagegen tun kann.

    Blasenentzündung – was tun? Sun Store Pharmacy – Ratgeber

    Welches sind die Ursachen einer Blasenentzündung?

    «In über 80 Prozent aller Fälle wird eine Blasenentzündung durch Bakterien aus dem Darm verursacht. Es sind primär Frauen davon betroffen, da ihre Harnröhre  mit drei bis fünf Zentimetern deutlich kürzer ist als bei Männern. Dort misst diese etwa 20 Zentimeter. Die Bakterien dringen von aussen in die Harnröhre ein und steigen i die Harnblase auf, wo schliesslich eine Entzündung ausgelöst wird.»

    Können Sie die Symptome einer Blasenentzündung beschreiben?

    «Eines der ersten Symptome ist der Harndrang, das heisst, man muss bereits bei kleinen Urinmengen auf die Toilette. Auch Schmerzen oder ein Brennen beim Wasserlassen treten recht früh auf, wobei man auch einfach nur Schmerzen in der Harnröhre oder diffuse Bauchschmerzen haben kann. Oft riecht der Urin viel intensiver und er ist etwas getrübt oder manchmal gar mit Blut versetzt, die Farbe wird also rötlich. In diesem Fall sollte unbedingt ein Arzt weitere Abklärungen durchführen.»

    Wie wird eine Blasenentzündung behandelt?

    «Handelt es sich um eine leichte Blasenentzündung, die sehr früh bemerkt wird, kann sie auch ohne Antibiotika ausheilen. Hier sollte man darauf achten, dass man viel trinkt und entzündungshemmende Medikamente einnimmt. Lassen Sie sich in der Apotheke beraten. Oft helfen auch eine Wärmflasche oder ein warmes Bad, um die Beschwerden zu lindern. Auch Cranberry- und Preiselbeer-Produkte oder D-Mannose-Produkte können erfolgreich helfen, da diese Produkte die Bakterien daran hindern, sich in der Harnröhre und in der Harnblase festzusetzen. Hierbei ist jedoch wichtig, die Blasenentzündung im Auge zu behalten. Wenn diese trotz mehreren Massnahmen länger als drei Tage andauert, sollte ein Arzt konsultiert werden.

    Wenn Blasenentzündungen öfter auftreten oder stärker werden, ist es ratsam, diese mit einem Antibiotikum zu behandeln. In der Regel hilft dies sehr gut und schnell, das heisst, die Schmerzen gehen weg und der Harndrang lässt ebenfalls schnell nach. Damit die Bakterien keine Resistenzen bilden können, ist es jedoch wichtig, die Antibiotika-Therapie zu Ende zu führen und das Medikament nicht abzusetzen, sobald eine Besserung spürbar ist.»

    Wann kann eine Blasenentzündung gefährlich werden?

    «Normalerweise sind bei einer leichten Blasenentzündung nur die Harnröhre und die Harnblase betroffen, also die unteren Harnwege. Bleibt die Entzündung unbehandelt, kann sich die Infektion in die oberen Harnwege ausbreiten und über die Harnleiter bis ins Nierenbecken gelangen, wo eine Nierenbeckenentzündung ausgelöst wird. Diese ruft Symptome wie hohes Fieber, Schüttelfrost, Schmerzen in der Nierengegend und manchmal auch mit Koliken hervor, wenn zum Beispiel Harnsteine vorhanden sind. Eine solche durchaus komplizierte Blasenentzündung muss zwingend durch einen Arzt mit Antibiotika behandelt werden. Blut im Urin ist ebenfalls ein Anzeichen, bei dem man umgehend einen Arzt zur weiteren Abklärung aufsuchen sollte.

    Man sollte wissen, dass eine Blasenentzündung vorübergehend zu Inkontinenz führen kann, insbesondere dann, wenn sie immer wieder vorkommt oder gar chronisch wird. Das ist zwar ungefährlich, aber in jedem Fall sehr unangenehm.»

    Wie kann man vorbeugen?

    «Es gibt einige Punkte, die man beachten kann, um das Risiko einer Blasenentzündung zu senken. Einige paar davon sind folgende: generell viel trinken – nach Möglichkeit Wasser oder ungesüssten Tee, Kälte im Beckenbereich vermeiden und sich beim Toilettengang immer von vorne nach hinten abwischen. Auch häufiger Geschlechtsverkehr kann Auslöser für eine Blasenentzündung sein, da die Schleimhaut der Scheide durch die Reibung etwas angeraut wird und sich Bakterien besser darin festsetzen können. Hier hilft bereits, direkt nach dem Geschlechtsverkehr die Blase zu entleeren und anschliessend den Intimbereich mit lauwarmem Wasser zu waschen. Intimhygiene sollte nicht übertrieben werden, genau wie das Verzögern des Wasserlassens trotz Harndrang. Denn dieser in der Blase stehende Urin bietet Bakterien ideale Bedingungen für eine Vermehrung. Auch Cranberry- und D-Mannose-Produkte können eine gewisse vorbeugende Wirkung zeigen.»

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    Inhalte
    • Welches sind die Ursachen einer Blasenentzündung?
    • Können Sie die Symptome einer Blasenentzündung beschreiben?
    • Wie wird eine Blasenentzündung behandelt?

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